15000

Ein Jahr ist vorüber in dem wir einiges erlebt haben auf den 15000 km. 30 Meter waren unter und 6088 Meter über dem Meer, waren in der südlichsten Stadt der Welt und der höchsten Großstadt und haben Skifahrern in Australien zugeschaut, wie sie die Pisten runter fahren. Temperaturen hatten wir zwischen -15C und +45C  in Wüsten, Steppen, Hochebenen, Subtropen, Tropen und der gemäßigten Zone. El Niño hat uns sehr wenige Regentage beschert und doch schafften wir es, in einen Schneestrum zu geraten. Ebenso vielfältig wie die Landschaft waren die anderen Reisenden die mit Lastwagen, Camper, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs waren. Die Altersspanne der Fahrradfahrer lag dabei zwischen 3 und 72 und ein Radfahrer war schon seit 13 Jahren unterwegs. Delphine haben wir ebenso gesehen wie Haie und unzählbar vielen anderen Arten von Fischen. Über Wasser sahen wir Flamingos, Wombats, tödliche Schlange, Spinnen und Skorpione. Wir kennen jetzt den Unterschied zwischen Vicuña, Lama, Guanaco und Alpaca und haben gelernt dass es Simmentaler und Holstein Rinder auf der ganzen Welt gibt. Den Mischlingshund Leyla, der uns 70km gefolgt ist, werden wir auch nie mehr vergessen und wer kann schon von sich behaupten mit einem Känguru Cricket gespielt zu haben. Condore und Jotes sind über uns gekreist. Wir waren wandern, tauchen, bouldern, segeln, rudern, Oldtimer fahren, reiten und sind Pferde Kutsche gefahren. Haben Höhlen und Leuchttürme besichtigt. Wir gingen Speerfischen und haben Hummer, Heringe und Piranhas gefangen.
Ebenso vielfältig waren die Orte an denen wir geschlafen haben. Im Zelt haben wir an folgenden Orten geschlafen:
In Alemania unter einer Brücke, im Wald, auf Dorfplätzen, auf dem Festivalgelände, am Fluss, neben Tankstellen, auf Campingplätzen, im Australischen Busch, im Regenwald, auf Waldwegen, auf Parkbuchten, am See, am Picknick Platz, am Meer. Wenn wir nicht im Zelt geschlafen haben, waren wir unter anderem im alten Wohnwagen, im Spielhaus, Wohnzimmer, Warteraum, Waldhütte, in verlassene Häuser, im Nachtbus, Flugzeug, Hostal, Casa Particulares, Schiff, bei der Polizei, in der Stadt- und in der Ferienwohnung.
Zu bestechen und zu handeln mussten wir ziemlich schnell lernen und Südamerika wo wir auch etwas spanisch gelernt haben.
Glücklicherweise wurden wir nie krank und es ging nie etwas kaputt was wir nicht reparieren konnten. Kurz, ein unvergessliches Jahr, dass nie so geworden wäre ohne die vielen Menschen die wir getroffen haben, sei es auf einen kurzen Schwatz, oder längere Zeit. Diese Begegnungen haben uns geprägt und reicher gemacht, vielen Dank. Ebenfalls danken wollen wir Dir, dem fleißigen Blogleser. Ohne die Follower und Kommentare wäre das Schreiben nur halb so lustig gewesen.

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Schwarzwald

Warum in die Ferne schweifen. Die Reise neigt sich dem Ende und wir fahren auf geteerten Wegen der Schweiz entgegen.

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Essen in Kuba

Für’s Essen muss man nicht nach Kuba. Die Karten in den Restaurants sind zwar lang, aber meist gibt es nur zwei bis drei Menüs zur Auswahl. Rum und Bier gibt es an jedem Kiosk, im Gegensatz zu Wasser und Softdrinks. An Fastfood gibt es Pizza und Sandwiches. Die Pizza ist dick, fettig und weich. Ein Brot belegt mit Spanferkel ist allerdings ein Gaumen Schmaus, verglichen mit dem restlichen Angebot. Die Kuba selber haben noch weniger zur Auswahl. Rindfleisch und Meeresfrüchte gibt es für sie nicht, sondern nur für Touristen, zumindest offiziell.

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MZ Treffen

Wer DDR Feeling sucht, wird auch in Kuba fündig. Kubanische Bananen essen und dann mit der MZ davon brausen. In Santiago de Kuba im speziellen gibt es sehr viele MZs, denn die Stadt ist etwas hügelig und die Rikschas oder Bicitaxis wie sie in Kuba genannt werden und sonst die Menschen von A nach B bringen, wären zu unpraktisch, weil zu anstrengend. Daher die vielen Motorrad Taxis.

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Ölkrise

Wie war das wohl damals in Deutschland in den Siebzigerjahren während der Ölkrise? Kaum Autos auf den Autobahnen, dafür Kutschen und Fußgänger, so stelle ich mir das zumindest vor. Wer sich das nicht nur vorstellen, sondern auch erleben will, kann das in Kuba. Sogar das Baujahr der Autos kommt einigermaßen hin.

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Kuba

Wir sind in Kuba, einem Land der Gegensätze. Spanische Villen stehen neben Ostblock Plattenbauten, 1953 Chevrolets parken neben Renault 206. Pferdekutschen, Fahrräder und Motorräder mit Beiwagen teilen sich die Straße. Hier kann man gut den ein oder anderen Film voll knipsen. Auch die Preise könnten unterschiedlicher nicht sein. Entweder man zahlt einen Euro für zwei Sandwiches und vier Getränke, oder zwei Euro für ein Getränk. Im Jahr 58 nach der Revolution sind die Menschen immer noch glücklich und stolz auf ihr Land, zumindest die meisten. Bildung und Krankenversorgung ist gratis, man darf aber seine eigenen Rinder nicht selbst schlachten. Einen wirklichen Mangel gibt es nicht, aber viele Regale in den Läden sind leer und es bilden sich lange Schlangen wenn eine Lieferung ankommt. Wir haben zum Beispiel einen Mann gesehen, der mit zwei Dosen Fisch, die er für einen Euro gekauft hat, durch die Straßen lief, um sie für 1.25 wieder zu verkaufen. Man weiß sich hier zu helfen. In die alten amerikanischen Straßenkreuzer werden Lada Motoren eingebaut, Windschutzscheiben werden mit Klebeband geflickt und das Bierglas für’s Straßenfest ist eine abgeschnittene Plastik Flasche. Das Bier kommt hier aus einem mehrere hundert Liter fassenden Fass, das Glas muss man selbst mitbringen. Unabhängig von der Größe des Behälters kostet eine Füllung 20 Cent. Eine Bier Dose auf der anderen Seite gibt es für einen Euro.
Die Menschen sind teilweise sehr freundlich und hilfsbereit. Andere wollen nur Geld von Touristen, sei es für ein Foto, oder dafür, dass sie ein Restaurant oder Hostal empfohlen haben. Schwer zu sagen, wie sich das Land verändern wird, wenn es wieder Handelsbeziehungen mit den USA gibt. Von den letzten drei Spielen, die das kubanische Baseball Team gegen das Team der USA gespielt hat, hat es zumindest zwei gewonnen.
Da das Hochladen der Bilder zu lange dauert, könnt ihr die Google Bildersuche benutzen um einen Eindruck zu gewinnen.

Genau genommen 

Es hat einen Grund, warum die letzten Beiträge keine Landschaftsbilder hatten. Wir haben das Flugzeug genommen und sind in wärmere Gefilde geflogen. Der check-in war aber der komplizierteste den wir je hatten. Um in das Land in das wir fliegen einreisen zu können, muss man ein Ausreiseticket haben. Die Buchungsnummer reichte der Frau am Schalter nicht, leider hatten wir nur diese. Die Ticketnummer wird erst in ein paar Tagen automatisch generiert. Nach 20 Minuten am Telefon mit dem Kundencenter von Condor hatten wir dann doch noch welche und bekamen unsere Tickets. Die Fahrradkisten wurden aber erst noch aufgeschnitten um zu schauen ob die Luft aus den Reifen ist, eine Vorschrift, die ich nie verstehen werden. 

Wenn wir kein Essen dabei haben, können wir übrigens all unsere Sachen in unseren Rucksäcken und zwei weiteren Taschen verstauen. Den nächsten Beitrag gibt es dann erst wieder, wenn wir Internet finden oder das Land verlassen. Bis dahin könnt ihr euch den Kopf zerbrechen wo wir gerade sind. 

Mitten um Dschungel

Warm ist es und Wasser gibt es auch, alles das, was wir vermißt hatten. Leider auch ein idealer Nährboden für Moskitos denen unser Muckenspray mit 30% DEET herzlich egal ist. Frösche sangen uns in den Schlaf und die ersten Sonnenstrahlen weckten uns wieder. Piranhas haben wir geangelt und sind nebenan geschwommen.